Kernthema "Stadthausneunbau"

Grundlagen zum Pressegespräch „Halbzeitgespräch“ am 28.08.

Unumstritten, die zerpflückte Stadtverwaltung ist zusammenzuführen. Aber dafür 33 Mio. plus x ausgeben? Und bringt ein neues Stadthaus wirklich, wie verkündet, Leben in diesen Stadttei?

Nach 16:00 Uhr und am Wochenende?

Der Neubau ist die Kopie des alten Stadthauses: Die Kleinteiligkeit der Bürozellen soll nach dem uns bekannten Vorschlag beibehalten werden. Hat dies Zukunft? Banken und Versicherungen haben sich von diesem Konzept längst verabschiedet. Die Digitalisierung macht auch vor einer Stadtverwaltung nicht halt. Haben wir in kurzer Zeit womöglich einen überdimensionierten Neubau? Leider sind die Daten bisher nicht öffentlich, ein direkte Information/Stellungnahme ist somit im Augenblick nicht möglich.

Die Öffnung der Stadthauskommission für die Öffentlichkeit haben wir mit unserem Antrag erreichen können. Wir hoffen nun auf aktive Bürgerbeteiligung. Das die „erste Bürgerbeteiligung“ nicht besonders groß ausgefallen ist, liegt nach unserer Meinung sicherlich auch an der halbherzigen Einladung. Der Einladungstext lautete:

29.06.2017: B-Plan Lippstadt Nr. 313 „Jakob-Koenen-Straße“ 180 Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich des Bebauungsplanes Nr. 313. Hier : Bürgergespräch

Wofür einen Neubau unter Vernichtung des Altbestandes? Und wie verhält sich nach dem Abriss der Stadthauses eine „lärmende“ Feuerwehr neben einer „hochwertigen Innenstadtneubaufläche?

Es wurden schon eine Stimmen laut: Wir bauen die Feuerwehr anschließend an einem neunen Standort auch gleich neu auf! Also: 33 Mio + Nebenkosten + X + Feuerwehrneubau?

Fazit für die BG:
Ein vorrangiger Feuerwehrneubau: Der richtige Ansatz.

Verlagerung der Feuerwehr und Nachnutzung der Gebäude und des Standortes für die Erweiterung der Stadtverwaltung! Die Feuerwehrgebäude eignen sich für die Verwaltungserweiterung. Schon heute sind zwei Etagen im Neubau mit voll funktionsfähigen guten Verwaltungsbüros gefüllt. Beim Studium des Neubau-Raumbedarfsplanes entdeckt man direkt Anforderungen, die sich im Feuerwehrareal unterbringen und durchaus schaffen lassen. Garagenstellplätze, Archivräume, Besprechungszimmer… Und mögliche neue Feuerwehrstandorte sind vorhanden: Altes Ku-Gelände, Güterbahnhof, Uniongelände... (warum geht es hier nicht weiter?) Beim letzteren endlich mit der Change die Südtangente über das Unionsgelände zu realisieren.

Jetzt kann jeder selber das Konzept im Kopf weiterplanen unter der Betrachtung der Gesamtkosten…

Nehmen wir nun einen Teil der geplanten Gesamtkosten, statt für das neue Stadthaus z.B. für einen Feuerwehrneubau im Uniongelände? Welches Budget und Chance bietet sich endlich für den Bau der Südtangente...

Eine langfristige Planung für die Zukunft der Feuerwehr, die bekanntlich am jetzigen Platz das Raumvolumen erschöpfend ausgenutzt hat, gibt es zumindest für die Lippstädter Politik nicht. Der Brandschutzbedarfsplan, die Planungsbibel für die Finanz- und Raumplanung ist seit Jahren nicht mehr fortgeschrieben worden und überfällig. Die Politik muss der Verwaltung auf Grund fehlender Informationen "ungeprüft" trauen. So wie seinerzeit auch beim Schuldenportfoliomanagement...

Wir glauben in einer echten ganzheitlichen Alternativplanung, bei der es nicht nur um eine Lückenbebauung am Güterbahnhof mit einem neuen Stadthaus geht, kann der gesamte mittlere Bereich unserer Stadt erheblich weiter kommen. Nach unserer Meinung zudem mit weniger Finanz- und Verschuldungsaufwand: Denn von den Darlehnstilgungen und gewaltigen Abschreibungskosten, die auf die Lippstadter Bürger zukommen, spricht z.Zt. niemand.

Uns geht es bei der Ablehnung des jetzt geplanten Stadthausneubaus nicht darum einfach etwas verhindern zu wollen, wir wollen erreichen, dass preisgünstigere und zeitgemäße Alternativlösungen zumindest gesucht werden!



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