Beispiel Grundschule Hörste:
Suche nach Flüchtlingsunterkünften ist keine Profilierungsbühne!

Die Standortsuche für neue Flüchtlingsheime ist zur Zeit eines der sensibelsten Themen in unserer Stadt. Die augenfälligen Unterbringungsmöglichkeiten sind erschöpft, halbwegs verträgliche Lösungen kaum mehr zu finden. Deshalb muss die weitere Suche umso mehr mit viel Sorgfalt und Fingerspritzengefühl geführt werden. Und da ist die Parole, dass es keine Denkverbote geben darf, schon fast ein Bedrohungswerkzeug. Nun ist es die klare Aufgabe und Pflicht der Verwaltung, alle städtischen Besitztümer auf Platzreserven hin zu prüfen. Und dies im Kontext mit den örtlich betroffenen Politikern. Und hier sind sich die "Informierten und Befragten" offensichtlich nicht Ihrer Verantwortung gegenüber den Bürgern bewusst. Aus der Suche nach Standorten direkt eine Schulschließungsparole hinauszutragen ist unverantwortlich! Die BG vermutet, hier wollte sich der Sender mit einer Wichtigtuer-Nachricht als kompetent darstellen. Es wurden Eltern und Schüler nicht nur verunsichert, es wurde ihnen regelrecht vor den Kopf geschlagen. Zudem ist es völlig unsinnig, wenn wir von Integration und Bildung für Flüchtlingskinder sprechen, erst einmal eine Schule zu schließen.

Eine flächendeckende Schullandschaft ist eine unserer wichtigsten Errungenschaften, die können und dürfen wir nicht verlassen.

Schulische und sportliche Einrichtungen werden für die Flüchtlingsunterbringung als besonders geeignet angesehen, da dort Sanitäreinrichtungen in größerer Zahl bereits vorhanden sind. Für die BG darf dies nicht der negative Maßstab für die Anmietung anderer Gewerbeobjekte (z.B. GWL-Halle usw.) sein. Und Sanitärbereiche können von der heimischen Handwerkerschaft erstellt werden. Alles ist besser als Zelte.

Also Finger weg von Schulen. Die zeitlich begrenzte Aufgabe von Schützenhallen und Bürgerhäusern ist dem Verzicht auf die Nutzungsmöglichkeit der Turnhallen gleichzusetzten. Wir dürfen und müssen offen darüber nachdenken und abwägen, was uns dies im Anbetracht des Flüchtlingsstromes und herannahenden Winters wert ist.


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