Lkw-Verkehr muss weiterhin auf der B55 möglich sein!

In wenigen Wochen soll die B55 für den Lkw-Verkehr gesperrt werden. Für die auf diese Lebensader angewiesenen heimischen Gewerbe- und Industriebetriebe ein nur schwer zu stemmendes Fiasko. Und für die Anwohner an den Umleitungsstrecken in den Ortsteilen mehr als eine Zumutung. Hört man auf die hierfür Verantwortlichen aus dem Haus Straßen.NRW, gibt es nur diese Lösung, um einen zukünftigen Schaden von den bisher intakten Brücken zu wenden. Die sogenannte Variante 1: Sie lässt den PKW, also auch den Durchgangsverkehr, unberührt passieren. Die Schwerlastfahrzeuge aber werden auf Wegeschleifen im Slalom durch die umliegenden Dörfer geschickt.

Die von Straßen.NRW abgelehnte Variante 2 beinhaltet im Grundsatz eine Reduzierung der Fahrspuren. Hierbei könnten die Busse und die meisten LKWs auf der B55 verbleiben, nur die ganz schweren Fahrzeuge (über 30 t) müssten lediglich die Margaretensee-Brücke umfahren.

Vorhergesagt wird für die Variante 2 ein Staurisiko auf der B55. Sicherlich wird dies zu bestimmten Tageszeiten auch eintreten. Es ist aber anzunehmen, dass sich kurzfristig der ortskundige Autofahrer alternative Wegstrecken suchen wird. Der überregionale Lkw-Durchgangsverkehr vermeidet das Nadelöhr in Zukunft sowieso. Und Staus würde es bei der Umleitungsvariante 1 an den bekannten kritischen Punkten sicherlich ebenso geben, dann aber durch die Lkw-Lawine.

Die BG schlägt deshalb vor, einen Verkehrsversuch mit der einspurigen Verkehrsführung auf der B55 einzuleiten. Mit dem Start in der jetzigen verkehrsschwächeren Sommerzeit besteht die Chance der selbstorientierenden Verkehrsströme.

Dies wird die BG im Rahmen des kommenden Maßnahmengespräches dem Bürgermeister zur Weiterleitung vorschlagen.

Unberührt davon müssen wir aus Lippstädter Sicht alle Hebel in Bewegung setzten, um klare Aussagen über den kurzfristigen Aufbau von Behelfsbrücken und Ausweichstraßen zu bekommen.

Alle weiteren Maßnahmen, wie überregionale Beschilderung, intensive Gespräche der Verwaltung mit Straßen.NRW und der Landesregierung sind selbstverständlich.

gez. Hans-Dieter Marche
(Fraktionsvorsitzender)


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