Pressemeldung der BG-Lippstadt:
Lippstädter Welle ja – Standort am Stiftswehr nein!

Wie ist die Reihenfolge der Investitionstätigkeit im Bereich der Stifts- und Burgmühle in der Kernstadt von Lippstadt zu sehen? Für die BG-Fraktion ist dies eindeutig: Unumstritten ist die seit vielen Jahren geplante Verbesserung des Hochwasserschutzes! Dies in der Form des Abrisses der alten Schleusen und des kompletten Neubaus der Stauanlage. Die Planung und Durchführung der Maßnahme liegt, wie bei allen Hochwasserschutzmaßnahmen, bei den Experten der Bezirksregierung Arnsberg. Die Zustimmung durch die im Rat vertretenen Fraktionen ist als sicher anzusehen.

Und mit diesem sehr umfangreichen Umbau der Wasserführung bietet sich die einmalige Chance, die vorhandene Kanusportanlage grundlegend zu erneuern. Nach den bisher vorgestellten Plänen wird sie anschließend auf ein sehr beachtliches Leistungsniveau gehoben. Beste Voraussetzungen, die guten Vereins- und besonders die Jugendarbeiten langjährig zu sichern. Dies auch als überregionaler Marketingfaktor in Verbindung mit Nutzungsmöglichkeiten für Gäste und durch Meisterschaftsveranstaltungen.

Nun die in Diskussion gebrachte Option, im Kanuleistungsbereich eine „Lippstädter Welle“ einzubauen. Für die BG eindeutig: Eine solche Welle würde nicht nur den Wellenfreunden Spaß bereiten, sondern wäre auch eine echte Bereicherung für unsere Stadt. Die Ziellinie unserer Imagelaufbahn Licht- Wasser-Leben wäre ein Stück näher gerückt. Die BG hält aber die Integration einer Welle in die neue Kanustrecke für nicht sinnvoll. Im wahrsten Sinne des Wortes, würden sich Kanusport und Welle „gegenseitig das Wasser abgraben!“ Hält man sich dazu noch vor Augen, dass bis vor einiger Zeit für die Wassermengenerhöhung für den Kanusport eine Schneckenpumpe angedacht war. Die Machbarkeitsvorschläge des externen Büros und Ideen der Wellenfreunde halten ein Nebeneinander der beiden Einrichtungen unter sehr speziellen Voraussetzungen noch für möglich. Aber es sind zu viele „es könnte-Faktoren“ vorhanden. Die BG unterstützt daher nicht die vorbereitende, kostspielige Investition zur Schaffung einer „möglichen späteren Welle“ in der Kanustrecke. Hier würden über die Hintertür falsche Erwartungen geschürt. Zudem sind Lösungen zu Fragen der Organisation, beständige Trägerschaft, Lärm-emissionen, Sicherheit im Betonkanal usw. nicht belastbar in Sicht.

Also, das Ziel ist eine voll funktionsfähige Kanustrecke und mittelfristig eine Planung für eine „externe Welle“ am Tivoli oder noch besser: Die Machbarkeitsprüfung einer künstlichen Welle an andere Stelle wie z.B. im grünen Winkel oder Alberssee. Dass so etwas ganzjährig geht und offenkundig sehr begeistert, kann man im östlichen Ruhrgebiet, in einem Baggersee in Langenfeld sehen. Wer die Welle ernsthaft will, muss sich zumindest mit solchen Lösungen beschäftigen. Eine schwimmende Insel mit Pumpenantrieb als eigenständige, ggf. temporäre Lösung.

Mit freundlichen Grüßen,
Hans-Dieter Marche
(Fraktionsvorsitzender)


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