Pressemitteilung: Die „freie LKW-Fahrt“ in Lippstadt
löst nicht die Probleme einer ganzen Region

Die weitere Offenhaltung der Stirper Straße für den LKW-Verkehr ist als reine „Schmerztablette“ gegen die Umweltprobleme in der Nachbargemeinde Erwitte zu bewerten.

Nach bisherigem Informationsstand löst die Offenhaltung der Stirper Straße für den Schwerlastverkehr nicht nachhaltig die Luftbelastung der Erwitter Bürger. Im besten Fall werden die Hauptstraßen in Erwitte vorrübergehend für ein bis zwei Jahre von LKWs befreit. Leitragend dabei ist aber zeitgleich eine ganze Region. Eine Abgaswolke für alle. Anstatt den alten schadstoffstarken LKW entgegenzutreten, wird ihnen mit „freier Fahrt auf allen Straßen“ ein Lockangebot gemacht, gar nicht erst weiter über eine Erneuerung der Fahrzeuge nachzudenken.

Das mühsam in Lippstadt gestartete Kernstadt-Mobilitätskonzept wirkt gesamtstädtisch geradezu ausgehebelt. Ruhigerer Fahrzeugverkehr in der gewerbebetonten Innenstadt. Umringt vom Schwerlastverkehr in den dahinterliegenden „bewohnten“ Hauptstraßen. Umweltzonen, wie sie im Ruhrgebiet und anderen Bereichen Deutschlands immer üblicher werden, sind nicht der Untergang der Schwerlastverkehre, sondern mittlerweile das Markenzeichen für verbesserte Wohnbedingungen der jeweiligen Region. Nach wie vor favorisiert die BG im Rat am 20.02. die Wieder-Schließung der Stirper Straße für den LKW-Verkehr.

Gespannt ist die BG zudem auf die Lösung der noch nicht abschließend geklärten Verwaltungsankündigung, dass der Kreis Soest als Aufsichtsbehörde die Offenhaltung der Stirper Straße anordnen könnte!

Zusammenfassend ist zu erkennen, dass die Bezirksregierung Arnsberg, die Landesregierung in Düsseldorf und das Verkehrsministerium in Berlin es seit Jahren nicht schaffen, den Erwitter Bürgern und der gesamten Region eine ordentliche Planung für eine Umgehungsstraße zu bieten. Geschweige denn eine nutzbare Umgehungsstraße! Dieser Mangel kann nicht durch die bereitwillige zusätzliche LKW-Aufnahme in Lippstadt gelöst werden.

Weiteres Fazit: Es muss mittelfristig erreicht werden, jeglichen überörtlichen Durchgangs- Schwerlastverkehr aus der Stadt herauszubekommen.

gez. Hans-Dieter Marche
(Fraktionsvorsitzender)


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