Pressemeldung zum geplanten Solarfeld in Herringhausen

Solarfeld in Herringhausen: Alleine die Kommunalpolitik entscheidet jetzt!


Nach dem im April angekündigten Stand des Verfahrens steht schon am 01.09., in der ersten
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses nach der Sommerpause, die Entscheidung zum
Bau des Großsolarfeldes an! Auf einer Gesamtfläche von 19 Hektar soll direkt westlich und
östlich von Herringhausen die jetzige landwirtschaftliche Fläche zu Gunsten zweier
Solarfelder aufgegeben werden. Es handelt sich dabei nicht, wie sonst oft bei solchen
Flächen, um Brachland oder minderwertige Bodenstruktur, sondern um bestes Ackerland.
Auf der südlichen Fläche ist dies beeindruckend zu sehen, aktuell steht dort eine stattliche
Weizenernte an. Für die BG-Fraktion war dies erneut Anlass, das Vorhaben noch einmal
sehr kritisch aufzuarbeiten und letztendlich abzulehnen!

Die BG-Fraktion befürwortet ganz klar den Ausbau regenerativer Stromerzeugung und
selbstverständlich Solarstromanlagen. Aber nicht die Vernichtung von guten landwirt-
schaftlichen Flächen, die wir unter anderem für die Getreideversorgung jetzt mehr denn je
brauchen! Die BG favorisiert für die Solarstromerzeugung die Nutzung von bereits
versiegelten Flächen, wie Gebäudedächer jeglicher Art oder Industriebrachen. Wohl sind die
natürlich nicht so preiswert und profitabel wie ein Acker oder eine Wiese. „Der Aufbau in der
Natur ist billiger“!
Ähnlich verhält es sich nach Fraktionsmeinung auch beim Einsatz der Variante

Agri-Photovoltaik (Agri-PV), dem hochgesetzten Solardach auf Stahlkonstruktion mit
Zwischenabständen, um reduzierte weitere Bodennutzung mit „sonnenanspruchslosen“
Pflanzungen fortzuführen. Das System steckt noch in der Versuchsphase. Es winken zwar
wieder einmal Fördergelder, gesamtökologisch ist es aber ebenfalls keine Rechtfertigung für
die Benutzung der jetzigen großen Anbauflächen.
Agri-PV bietet sich zur Zeit für kleinere
Restflächen an. Für Herringhausen werden die Solaranlagen dorfbildprägend wie keine andere
bisherige Maßnahme! Entschieden wird dies nicht von den Bewohnern, sondern alleine von den
politischen Vertretern im Fachausschuss und im Rat der Stadt Lippstadt.

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